Posted on March 30, 2011

Reblogged from: Leml.

Source: vulgarlovers

Notes: 9 notes

Manifestation des Unbehagens II: “The task of the artist is to make the human being uncomfortable” (Lucian Freud). Well done, Mister Freud.

Lucian Freud: Interior at Paddington.

[1951; 152 cm X 114 cm; oil on canvas]

Eine existentielle Manifestation des Unbehagens: Francis Bacon über das beschädigte Leben.

Francis Bacon: Studie nach dem Velázquez-Portrait von Papst Innozenz X.

[1953; 153 cm X 118 cm; oil on canvas]

Kunst als “höchste Form der Hoffnung”.
Gerhard Richer: S.D.I.
[1986; 320 cm X 400 cm; oil on canvas]

Kunst als “höchste Form der Hoffnung”.

Gerhard Richer: S.D.I.

[1986; 320 cm X 400 cm; oil on canvas]

Posted on March 18, 2011

Reblogged from: Leml.

Notes: 86 notes

Francisco de Goyas Capricho 43: “el sueño de la razón produce monstruos” (1799).

Sinnbild der Moderne

Der Titel ist äquivok: Sueño bedeutet nicht nur Schlaf, sondern auch Traum. Wer also gebiert die Ungeheuer? Der Schlaf der Vernunft, der nach Aufklärung ruft, weil die Vernunft selbst untätig ist, indem sie schläft? Oder der Traum der Vernunft und damit die Vernunft selbst?

Camus & Adorno

Céleste: “Neunhunderttausend Francs hat er gehabt… Ah, wenn ich das gewesen wäre!”

Emmanuel: “Was würdest du tun?”

Céleste: “Ich würde mir eine kleine Hütte kaufen, mir ein bisschen Vogelleim auf den Nabel schmieren und eine Fahne draufsetzen. Und dann würde ich warten und sehen, von welcher Seite der Wind kommt.”

Aus: Albert Camus, Der glückliche Tod.

Reminds me of Adorno´s Vorsichtigkeit und Eleganz, die ebenso unvermeidliche wie illegitime Frage nach dem Ziel einer befreiten Gesellschaft anzugehen, nämlich erstens, nur das gröbste zu formulieren (“daß keiner mehr hungern soll”) und zweitens der blinden, weil instrumentellen Vernunft das Eingedenken der Natur im Subjekt entgegen zu halten (“Rien faire comme une bête, auf dem Wasser liegen und friedlich in den Himmel schauen, »sein«, sonst nichts, ohne alle weitere Bestimmung und Erfüllung”).

Behutsam über Flüchtiges

Mit der notwendigen Behutsamkeit und im Wissen um die Flüchtigkeit und Vergänglichkeit des Gefühls der Liebe, schreibt Fenton über sie, indem er gerade vorgibt, nicht über sie zu schreiben. Der unverbindliche und offene Charakter des Gedichts ist eine der wenigen gelungenen Versuche, Romantik in Worte zu fassen, ohne sentimental zu werden. Liebe -ebenso wie Glück, das mit ihr verwandt ist- als spontanes Gefühl verschließt sich der Artikulation, weil sie bereits in dem Moment, in dem sie ausgesprochen wird, erloschen ist. Ein Auszug:

“Don’t talk to me of love. I’ve had an earful
And I get tearful when I’ve downed a drink or two.
I’m one of your talking wounded.
I’m a hostage. I’m maroonded.
But I’m in Paris with you.”

James Fenton, In Paris with you. In: Selected Poems, Penguin Books, 2006.


Auf die Frage: was ist Kitsch?

“Im Grunde denke ich, dass man da gar nicht in dieser Allgemeinheit weit kommt. Wenn man dennoch ganz allgemein über Kitsch sprechen möchte und so eine Art Definition des Kitsches versucht, aber eben mit der Einschränkung, dass man auf dieser allgemeinen Ebene nicht weiterkommt als zu den allerallgemeinsten Bestimmungen, dann könnte man sagen, Kitsch zeichnet sich dadurch aus, dass er – mit Bewusstheit würde ich sagen, obwohl man über diese Bewusstheit auch sprechen müsste, weil Kitsch entsteht ja auch aus einer gewissen Spontaneität heraus – dass Kitsch immer die Widersprüche unterdrückt; dass Kitsch darin besteht, die Widersprüche nicht zur Geltung zu bringen, nicht zuzulassen. Dadurch entsteht diese spezifische Atmosphäre des Kitschigen. Man kann nicht einmal sagen: Kitsch ist eine falsche Versöhnung, denn soweit kommt es gar nicht, dass die Widersprüche irgendwie entfaltet werden, sodass sie dann auf falsche Weise versöhnt werden könnten, sondern Kitsch lässt die Widersprüche erst gar nicht zu. Und daraus ergibt sich die Stimmung des von vornherein Versöhnten, dass also überhaupt keine Versöhnung nötig sei.”

Interview mit Gerhard Scheit vom 15.12.2009. Erschienen in: aerosol.cc 2/2010 mit dem Thema: Der Kitsch, der Tod und das Lachen.

Top of Page